Samstag, 19. April 2008

Eierlegende Wollmilchsau oder Spezialist?

Steht immer wieder zur Debatte: Soll ein einzelnes Programm "alles" können, oder ist es besser, wenn mehrere spezialisierte Programme zusammenarbeiten und jedes nur das macht, was es am besten kann?

Die Frage lässt sich wohl nicht so einfach und allgemeingültig beantworten.
Beispiel Textsystem: Die Lösung, nicht extra ein Textprogramm zu schreiben, sondern OpenOffice in Elexis einzubinden, hat sicher ihre Vorteile: Man bekommt die volle Leistung ohne den vollen Aufwand, der nötig wäre, ein Textsystem zu programmieren. Andererseits: An den Stellen, an denen die Zusammenarbeit der Programme hakt, ist es sehr schwierig, etwas zu verbessern, weil der OpenOffice-Code viel zu gross ist, um "schnell mal" verstanden zu werden.


Auf der anderen Seite: Es macht meines Erachtens kaum Sinn, eine umfassende Statistik mit grafischer Darstellung etc. in Elexis einbauen zu wollen. Es gibt Programme, die das bereits viel besser können (angefangen bei OpenOffice.org calc über Excel bis hin zu Mathematica oder Statgraphics oder spss). Und die Schnittstelle ist relativ einfach: Man muss ja bloss die Daten in einem passenden Format, im Zweifelsfall CSV, anliefern. Hier scheint es mir also vernünftiger, wenn Elexis nur die Daten in passender Form herausgibt, die Veraerbeitung aber den Spezialisten überlässt.

Eine Mittelstellung nehmen Aufgaben wie E-Mail senden und empfangen ein: Einerseits gibt es auch hier gute Standardprogramme, andererseits ist aber auch die Aufgabe relativ trivial direkt im Programm lösbar - es gibt ja gute und leistungsfähige Mail-Packages für Java. Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen, man wird sehen müssen, welche Art von Einbindung erstellt wird.

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